Christusdorn / Glänzende Wolfsmilch (Euphorbia milli): Pflege, Standort & Blütezeit

Der starkbedornte Strauch aus Madagaskar besticht mit seiner bizarren Wuchsform. Es handelt sich um eine anspruchslose und mehrjährige Zimmerpflanze. Diese ist auch bestens für Anfänger geeignet.

Der Christusdorn gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).

Wie alle diese Gewächse enthalten die Pflanzenteile einen giftigen Milchsaft, welcher Haut und Schleimhäute reizt.

Merkmale

Der Christusdorn hat stumpf- eirunde bis länglich- spatelige Blätter. Die Blüten stehen in gegabelten Trugdolden. Sie werden jeweils von zwei gefärbten Hochblättern umgeben. Man bezeichnet sie daher auch als sogenannte Scheinblüten oder Cyathien. Bei der eigentlichen Art sind die Hochblätter leuchtend zinnoberrot gefärbt. Daneben gibt es auch Hybriden mit verschiedenartigen roten und leuchtend gelben Hochblättern. Der Christusdorn gehört zu den Kurztagspflanzen. Für ihre Blütenbildung (Blüteninduktion) benötigen diese Pflanzen lange Nächte und kurze Tage. Die Dunkelperiode sollte dabei nicht unter 12 Stunden liegen.

Standort

Der Christusdorn liebt einen sonnigen, hellen und warmen Platz. Im Winter sollten sie nur etwas kühler stehen. Ideal sind hier zur Blütenbildung Temperaturen von 15 bis 18 °C. Allerdings sollte die Temperatur nicht unter 12 °C fallen. Während der Sommermonate kann der Christusdorn auch einen geschützten Platz im Freien beziehen.

Christusdorn / Glänzende Wolfsmilch Pflege

Wolfsmilch (euphorbia milli)

Wolfsmilch (euphorbia milli)

Selbst in den Sommermonaten muss die Pflanze nur mäßig von unten gegossen werden. Im Winter wird je nach vorherrschenden Temperaturen gewässert, allerdings sparsam. Jedoch muss eine Ballenaustrocknung vermieden werden. Von April bis September benötigt der Christusdorn zusätzlich eine wöchentliche Nährstoffgabe. Verwendung findet hier Kakteendünger.

Die Pflanzen können vor oder auch nach der Blüte in Kakteenerde umgetopft werden.

Ein krasser Temperaturwechsel, ein zu kühler Standort und Zugluft können einen Blattfall verursachen. Bei starkwachsenden Sorten sollten die Triebe an einem Spalier gezogen werden.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von November bis April, aber mitunter auch zu anderen Zeiten.

Vermehrung

Der Christusdorn kann durch Stecklinge im Frühjahr vermehrt werden. Diese werden dazu im März/April geschnitten. Anschließend taucht man sie in ein Glas lauwarmes Wasser (35°C), damit die Milchsaftstellen nicht verkleben. Unter Glas in Sand oder sandiger Erde bewurzeln die Stecklinge bei einer Bodentemperatur von 25 °C. Die Jungpflanzen sollten mehrmals gestutzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Im Winter können bei einer hohen Wassergabe die Wurzeln faulen.

Der Christusdorn ist anfällig gegen Mehltau.

Christusdorn / Glänzende Wolfsmilch Zimmerpflanzen Tipp

Die Pflanzen sollten aufgrund ihrer Giftigkeit nur mit Handschuhen angefasst werden. Ein Standortwechsel kann zum Blattfall führen.


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